Gesundheitsprojekt für junge Frauen


In den entlegenen Bergregionen des Landes sind Frauen und Mädchen nach wie vor stark benachteiligt, haben deutlich weniger Zugang zu Bildungsangeboten, sind durch frühe Heirat und häusliche Gewalt bedroht und auch von Mädchenhandel betroffen.

Aufgrund der völlig unzureichenden Versorgung mit Gesundheitsinfrastruktur ist es enorm wichtig, entsprechendes Wissen über Hygiene und reproduktive Gesundheit zu vermitteln. Als Folge der oft dramatisch schlechten hygienischen Umstände, aber auch aufgrund des geringen Informations- und Bewusstseinstandes, ist die Zahl der Müttersterblichkeit bei Geburten höher und das durchschnittlich erwartbare Lebensalter der Frauen in Nepal geringer als in anderen südasiatischen Ländern.

EcoHimal ist seit etwa 15 Jahren in der Region Solukhumbu-Khotang tätig und war eine der wenigen Einrichtungen, die auch während des Bürgerkriegs Projekte durchführte.

Das Projekt – fußend auf früheren Projekterfahrungen – betreibt Aufklärungsmaßnahmen über Sexualverhalten und reproduktive Gesundheit in 10 Schulen der Gemeinde Rawabesi für insgesamt 2564 Schüler. Davon sind 1317 Burschen, 1247 Mädchen und 1659 Jugendliche im fortpflanzungsfähigen Alter. In die Ausbildung sind auch 27 Lehrkräfte eingebunden sowie die Schule-Eltern-Gruppen.

Der Khotang Distrikt im zentralen Bergland gehört neben den Westprovinzen zu den rückständigsten Regionen des Landes und ist daher eine hauptsächliche Projektregion von EcoHimal. Wie aus früheren Projekten bekannt, gehören die fehlende Hygiene, mangelnde Sanitäreinrichtungen und das Nichtwissen über die Zusammenhänge von Gesundheit/Hygiene/Sexual- und Menstruationsverhalten zu den größten Problemen, von denen Mädchen/Frauen am meisten betroffen sind. Insbesondere die fehlende Information über angemessenes Verhalten während der Menstruation hat daher sehr negative Auswirkungen, was in Stigmatisierung, ungewollten Schwangerschaften, Absenzen im Unterricht usw. Ausdruck findet.

Durch die Etablierung von ASRH-Gruppen (Adolescent and Sexual Reproductive Health) entsteht in den zehn Schulen, in denen das Projekt umgesetzt wird, ein Umfeld, in dem die respektiven Probleme in den Unterricht einfließen und eine ständige Informationsvermittlung erfolgen kann.

Laufzeit 2019-2020, das Projekt wird co-finanziert von der Salzburger Landesregierung.



Empowerment von Mädchen in West-Nepal


Durch die Förderung des Landes Salzburg konnten wir in Bergdörfern West-Nepals das Empowerment von Mädchen unterstützen. In diesem Projekt erhielten 280 Mädchen aus entlegenen Dörfern die Möglichkeit, sich in Empowerment-Workshops mit den Themen Sicherheit/Schutz vor Gewalt, Gesundheit sowie Bildung und Empowerment auseinanderzusetzen. Insbesondere (sexualisierte) Gewalt und kulturelle Tabus bezüglich der Menstruation stellen für Mädchen und Frauen eine zusätzliche Hürde dar, die ihren Bildungszugang und ihre Lebenschancen negativ beeinflusst. Wissen, Information, Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sowie gegenseitige Unterstützung und Verantwortung sind wichtige Aspekte der Empowerment-Workshops.

Das Projekt hat dazu beigetragen, dass Mädchen und junge Frauen in der Zielregion Zugang zu Wissen, Information erhalten, mehr Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln und sich besser in der Lage fühlen, ihre eigenen Meinungen zu vertreten.

Unsere Partnerorganisation Phase Nepal setzte das das Projekt um. Phase Nepal kann auf langjährige Erfahrungen in West-Nepal und erfolgreiche Projekte im Bereich Frauen- und Mädchenförderung verweisen.

Das Projekt wurde Ende November 2016 erfolgreich abgeschlossen.




Helfen Sie uns zu helfen, damit Mädchen und junge Frauen in Nepal die Chance auf eine bessere Zukunft bekommen:

Kontakt


EcoHimal Austria Gesellschaft für Zusammenarbeit Alpen-Himalaya
Hofhaymer Allee 11/17
5020 Salzburg
E-Mail: office@ecohimal.org
T: +43 662 829492
ZVR Zahl: 886266575

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