Die Bibhuti National School


Schüler der Bibhuti School
Gute Betreuung durch gutes Personal
Schlafräume für die Internatsschüler
Schulbibliothek: Privatschulen verfügen über mehr Unterrichtsmaterialien
Frisch renoviert: Im Speisesaal gibt es 5x am Tag frisches Essen

Momentan werden an der Bibhuti National School in Kathmandu 250 SchülerInnen von 24 Lehrern in 14 Klassen unterrichtet. Seit September 2015 nach dem Schulwechsel von der Arunodaya Academy (>> mehr Infos) auch unsere 28 EcoHimal-SchülerInnen. Das Alter der Kinder reicht von 4-/5-jährigen Kindern in der Preschool bis hin zu 16-jährigen Jugendlichen in der 10. Klasse. Die 10. Klasse ist die letzte Stufe der Secondary School und wird mit dem SLC (= School Leaving Programm) abgeschlossen. Auch Sharmila, Manita und Rojan aus unserem Programm befinden sich in der 10. Stufe und werden im März 2016 die Schule mit dem SLC hoffentlich erfolgreich abschließen. Unsere jüngsten EcoHimal-SchülerInnen sind gerade mal 10 Jahre alt und besuchen die 3. Klasse. Gründer und Direktor Rokaha ist es wichtig, seinen SchülerInnen ein gutes soziales und familiäres Umfeld zu bieten, was man bei einem Besuch auch am positiven Spirit spürt, der über seiner Schule liegt.

Unsere Kinder haben mit der Bibhuti-School nicht nur eine neue Schule, sondern auch ein neues Zuhause gefunden: In streng nach Mädchen und Jungen unterteilten Stockwerken befinden sich mehrere Schlafräume, in denen in den größeren bis zu 18 Mädels untergebracht sind. Ihre wenigen persönlichen Gegenstände lagern sie in Schränken, die sie aber nicht verschließen können. Auch um ihnen mehr Privatsphäre zu gewährleisten, arbeiten gerade zwei Tischler emsig daran, neue abschließbare Schränke für die Kinder zu bauen.

Für die Sicherheit der Schüler ist ein Wachmann zuständig, ein Fahrer und ein Hausmeister sind ebenso in der Schule beschäftigt und sorgen dafür, dass sich die SchülerInnen hier wohl fühlen. Direktor Rohaka ist davon überzeugt, dass gesundes Essen und Trinken wesentlich zu guten Schulleistungen beitragen, weshalb er auch viel Wert darauf legt.

Der Speisesaal der Schule wurde bei unserem Besuch Ende September frisch renoviert bzw. waren die Arbeiten an der neuen Küche gerade noch in voller Umsetzung. Der Intervention von EcoHimal Nepal ist es zu verdanken, dass die Schule nicht nur den Speisesaal komplett neu, hygienisch und freundlich gestaltet hat – auch die Küche wird zurzeit neu erbaut und wird bald viel größer, offener und heller als die alte Küche sein. Man merkt sofort bei Betreten des Speisesaals, dass sich das Schulmanagement Gedanken macht, wie man den SchülerInnen eine schöne Umgebung schaffen kann. An den Wänden hängen die freundlich geschriebenen Benimmregeln beim Essen. Ein Lehrer entschuldigt sich auch gleich für die darin noch enthaltenen Rechtschreibfehler, die aber bald korrigiert werden sollen. Und gleichzeitig ist das Management offen und vor allem auch umsetzungsstark gegenüber Vorschlägen von EcoHimal-Seite: Nach unserem Feedback Ende Juli, wie man die neu erbauten Räume an besonders kalten oder besonders warmen Tagen komfortabler für die Schüler gestalten kann, hat sich der Direktor mit seinem Team sofort Gedanken gemacht und entsprechend reagiert. So gibt es z.B. Ventilatoren für den Sommer. Diese Beispiele zeigen hervorragend, wie sehr beide Seiten von dieser gelungenen Kooperation profitieren: Die Schule und die Schüler profitieren durch unser Engagement: Es wurden unsere Änderungsbitten binnen kürzester Zeit (nur 2 Monate nach unserem letzten Besuch) auf sehr zufriedenstellende Weise umgesetzt, was einerseits allen Schülern zugute kommt, die nun unter besseren Voraussetzungen lernen können. Andererseits ist unsere Kooperation auch ein großer Vorteil für die Schule selber – sie erhalten durch die Verbesserungen und die dadurch resultierende Eigen-PR auch wieder leichter neue Schüler, was für eine Privatschule, die von Schulgeld lebt, natürlich auch wieder sehr relevant ist. Das Ziel von Direktor Rupesh Rokaha ist es, die Schüleranzahl von derzeit 250 auf 400 anzuheben. Die Voraussetzungen dafür sind auch schon gegeben: Das große Nachbarhaus ist bereits Eigentum der Schule und wird zurzeit – bis der Platz benötigt wird – noch vermietet.

Keshab ist bei EcoHimal Nepal für das Schulprojekt verantwortlich und auch eine der Hauptansprechpersonen für die Kids. Er versteht sich sehr gut mit ihnen und hat durch seine ruhige und liebevolle Art schnell das Vertrauen der Kinder gewinnen können, was man deutlich spürt, sobald er das Schulgelände betritt. Auf die Frage, was aus den Kindern geworden wäre, wenn sie nicht diese Chance bekommen hätten, erklärt er, dass sie die „Government School“ in ihrem Dorf besuchen hätten müssen und vermutlich normal am Feld gearbeitet hätten.

Nur wenig Zeit für Hausübungen und häufig mangelnde Qualität beim Unterricht: Die Zweiklassen-Schulgesellschaft der staatlichen „Government School“ und der gebührenpflichtigen Privatschulen ist in Nepal ein großes Problem (siehe >> Schulsystem in Nepal). Die Government Schools verfügen häufig über keine bis unzureichende Unterrichtsmaterialien, viele Lehrer sind schlecht (aus-) gebildet und üben ihre Lehrertätigkeit oftmals nur als Zweitjob aus. Die Unterrichtsbedingungen sind zum Teil mehr schlecht als recht, die Bezahlung unterdurchschnittlich und entsprechend unmotiviert sind viele Lehrkräfte. Zwar sind die Unterrichtsfächer in Privatschulen bzw. staatlichen Schulen mehr oder weniger dieselben – ein großer Unterschied besteht darin, dass in Privatschulen Englisch Unterrichtssprache ist und Nepali dort nur „gelehrt“ wird, während es in den Goverment Schools genau umgekehrt ist. Dass die Unterrichtsqualität an den staatlichen Schulen häufig unterdurchschnittlich ist, belegen auch die Zahlen der erfolgreichen SLC-Abschlüsse: Laut den Aussagen von Direktor Rokaha schließen 99% der PrivatschülerInnen das SLC erfolgreich ab, während es bei staatlichen Schulen gerade einmal 30% wären. In der Bibuthi-School waren es im vergangenen Jahr übrigens 100% - alle SchülerInnen haben somit die Abschlussprüfung erfolgreich absolviert.


Kontakt


EcoHimal Austria Gesellschaft für Zusammenarbeit Alpen-Himalaya
Hofhaymer Allee 11/17
5020 Salzburg
E-Mail: office@ecohimal.org
T: +43 662 829492
ZVR Zahl: 886266575

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