Unsere EcoHimal SchülerInnen


2009 noch ein Mädchen - jetzt schon fast erwachsen: 2016 wird sie die Schule mit dem SLC abschließen.

Als wir 2009 mit unserem "Children Education Scholarshop Program" (CESP) gestartet haben, konnten wir im Rahmen dieses Projektes 14 Mädchen und 18 Jungen (gesamt 32) die Chance auf jene Bildung an einer Privatschule in Kathmandu geben, die sie ansonsten unmöglich bekommen hätten. Alle SchülerInnen kommen aus sehr armen oder benachteiligten Verhältnissen, größtenteils aus früheren Projektgebieten. Die meisten von ihnen sind Halb- oder Vollwaisen - aber allesamt verbindet sie jede Menge Wissensdurst und sehr motivierte Zukunftsvisionen.

Wir konnten in den letzten Jahren schon auf viele schöne Momente mit unseren Kids zurückblicken: Sei es, dass sie als Klassenbeste ausgezeichnet wurden, sie schon nach kurzer Zeit Schulstufen überspringen konnten oder sich einfach hervorragend in das Schulleben integriert haben. Besonders stolz hat uns 2014 das Bestehen des SLC (School Leaving Certificate) und somit der erfolgreiche Schulabschluss drei unserer Schüler gemacht. 29 Schüler sind zum jetzigen Zeitpunkt noch in unserem Programm. 28 davon genießen ihre Ausbildung in der „Bibhuti National School“ (bis vor kurzem noch in der „Arunodaya Academy“). Unsere körperlich beeinträchtigte Anjana ist in einer speziellen Schule untergebracht, die ganz auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. Ihre Entwicklung freut uns besonders: Als sie aus dem Waisenhaus in unser Projekt aufgenommen wurde, konnte sie weder nach etwas greifen noch gehen. Mittlerweile kann sie sich mit Hilfe eines Rollators sogar fortbewegen und sich soweit selbstständig versorgen.


Zukunftsvisionen


Unsere Kinder möchten Ingenieure, Ärzte oder Krankenschwestern werden – es ist auch sicherlich kein Zufall, dass dies allesamt Berufe sind, mit denen sie „daheim“ in ihrer Heimat helfen können. Surendra ist 13 Jahre alt und möchte in Dolpa (seinem Heimatdorf in Mid-Western-Nepal) erdbebensichere Häuser bauen, die 15-jährige Pabitra aus dem Khotang-District möchte Krankenschwester werden um den Menschen in ihrem Heimatdorf helfen zu können. Sollte ihnen dies gelingen, wäre unser Projekt auf ganzer Linie ein voller Erfolg: Nicht nur, dass wir Kindern aus sehr armen Verhältnissen eine ausgezeichnete Schulbildung und somit eine gewisse Unabhängigkeit bieten konnten, hätten wir das Knowhow dieser Kinder auch im Land – im besten Falle sogar im Projektgebiet – behalten. Eines unserer Ziele ist es, dass jene gebildeten jungen Erwachsenen, die aus dem Schulprojekt hervorgehen werden, als Vermittler und Wissensträger in ihrer Heimat fungieren und somit Wissen und Bildung im Dorf bleibt und weiter aufgebaut werden kann.

Wenn man sich mit unseren Schülern über ihre Zukunftsvisionen unterhält, spürt man schnell, dass dies keine Träumereien sind, wie man sie selbst in dem Alter einst hatte. Sie wissen genau, was sie dafür noch alles leisten müssen und bereiten sich bereits mit ihren 13 oder 14 Jahren penibelst darauf vor. Die 15-jährige Pabitra möchte Krankenschwester werden und hat bereits jetzt Angst, dass sie es nicht schaffen kann, weil sie ihrer Meinung nach zu schlecht in „Science“ ist. Freizeit hat sie nur wenig, wie sie selber sagt. Die Zeit außerhalb der Schule verbringt sie mit Lernen, damit ihr Wunsch, einmal als Krankenschwester arbeiten zu können, in Erfüllung geht.

Ebenfalls auf eine ganz besondere Art und Weise beeindruckt der junge Sherpa Chhyogel, der mit seinen 14 Jahre schon ganz genau weiß, was er möchte: Täglich absolviert der Taekwondo- und Fußballfan nach dem Aufwachen in Ruhe seine Yoga- und Fitnessübungen, ehe er sich noch vor dem Frühstück seinen Büchern widmet. Auf die Frage, warum er das macht, antwortet der clevere Bursch ganz cool, dass man eben nur gute Leistungen erbringen kann, wenn auch der Körper fit und gesund ist. Chhyogel möchte Arzt werden, um den Leuten in seinem Heimatdorf später helfen zu können, da die medizinische Versorgung in den Bergdörfern sehr schlecht ist, wie er kritisiert.

Real Madrid-Fan Surendra zählt genauso wie Chhyogel Mathematik und Science zu seinen Lieblingsfächern. Er möchte später als Ingenieur Häuser bauen, die dem Erdbeben besser standhalten als jene, die in seinem Dorf im Khotang-District stehen und vielfach beschädigt wurden. Etwas, das auch Chhyogel stark kritisiert: Er kann nicht nachvollziehen, weshalb die Japaner erdbebensichere Häuser bauen können und die Nepalesen nicht. Und er kritisiert den Drang seiner Landsleute, stets höhere Häuser bauen zu müssen. Wenn wieder ein Erdbeben käme, dann würden diese doch einstürzen und auf die Leute stürzen, die sich im Freien in Sicherheit bringen wollten.


Kontakt


EcoHimal Austria Gesellschaft für Zusammenarbeit Alpen-Himalaya
Hofhaymer Allee 11/17
5020 Salzburg
E-Mail: office@ecohimal.org
T: +43 662 829492
ZVR Zahl: 886266575

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