Rotholz: Schulprojekt für die Erdbebenopfer


Eine engagierte Fachschule im tirolerischen Rotholz hat ein ganzheitliches Lernprojekt initiiert, das der Erdbebenhilfe in Nepal zugute kommt. Die Lehrerinnen und Schülerinnen des 2. Jahrganges beschäftigten sich in einem Schulprojekt mit Nepal. Einerseits um für solche Ereignisse Bewusstsein zu schaffen, andererseits um einen persönlichen Beitrag für die Erdbebenhilfe und den Wiederaufbau zu leisten.

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Die Teilnehmer für das Handwerker-Training stehen fest


Nach organisatorischen Schritten, wie der Koordination mit verschiedenen Regierungsstellen, wurde von der lokalen Dorfgemeinschaft im Distrikt Khotang ein Komitee gebildet. Das Komitee besteht aus Freiwilligen der Region und wird die Ausbildung der 12 zukünftigen Handwerker für den Wiederaufbau begleiten.

Zuerst wurden Auswahlkriterien für interessierte Teilnehmer festgelegt. Das lokale Komitee hilft bei der Organisation der Ausbildungsstätten, Unterkünfte und Versorgung der Teilnehmer mit. Die Vorbereitungen für die 3-monatigen Zimmerer- und Maurer-Trainings laufen auf Hochtouren: Materialien, wie Steine, Sand und Holz werden vor Ort gesammelt und vorbereitet, während weitere benötigte Ausbildungsmittel aus dem Umland herbei geschafft werden. Wie beim Transport der meisten Güter in Nepal, sind auch hier Träger für das unwegsame Gelände unerlässlich.

Motivierte Teilnehmer für das Training wurden mithilfe eines Radiobeitrags gesucht. Der Auswahlprozess fand in Aisselukharka im Khotang Distrikt statt und beinhaltete einen kurzen schriftlichen Test und ein Interview. Die Teilnehmer für das Zimmerer- und Maurer-Training wurden schlussendlich gemeinsam mit dem Komitee ausgewählt.


Lesen Sie mehr zu unserer Handwerker-Kooperation mit >> Alpenkonvention

Das neu gebildete Komitee für das Handwerker-Training in Aisselukharka.
Das Komitee bereitet Auswahlkriterien für die Teilnehmer vor.
Das Komitee besteht aus Freiwilligen aller Altersgruppen aus Aisselukharka.
Steine werden für die bald stattfindenden Trainings vorbereitet.
Interessierte Bewerber für das Training werden interviewt.
Die Bewerber müssen auch einen schriftlichen Test ausfüllen.
Normen und Richtlinien werden erklärt.
Ein Gruppenfoto des Komitees, Vertreter der lokalen Schule und der Bewerber.

Wiederaufbau: Neue Bauformen und Vorschriften für Schulen


So werden die neuen Schulen nach den Vorgaben der Wiederaufbaubehörde in Zukunft aussehen

Ein wichtiger Gesetztesentwurf für den Wiederaufbau wurde eben von der nepalesischen Präsidentin Bidhya Devi Bhandari unterzeichnet: Als zuständige Behörde für den Wiederaufbau ist die National Reconstruction Authority (NRA) nun auch rechtmäßig installiert. Sie wurde im Juni 2015 nach der Serie von schweren Erdbeben gegründet, um internationale Hilfsgelder korrekt und effizient zu verwalten.

Politische Unstimmigkeiten über die Leitung der Behörde hatten die Wiederaufbau-Maßnahmen zurückgeworfen. Der neue Leiter, Sushil Gyawali, verspricht eine rasche Auszahlung der Hilfsgelder. Der internationale Wiederaufbaufonds beinhaltet rund 4,11 Mrd US$. Rund ein Drittel der 30 Millionen Nepali waren von diesen Beben betroffen, nun sollen die Haushalte endlich Unterstützung für den Wiederaufbau bzw. die notwendigen Reparaturen an den Häusern bekommen.

Eine erste Version der offiziellen Richtlinien für den Wiederaufbau von Schulen und öffentlichen Gebäuden wurde veröffentlicht. Allerdings müssen die Regierungsrichtlinien erst offiziell verabschiedet werden.

Die Mustervorgaben sollen einen sicheren, einheitlichen und erleichterten Bau von Schulen in den 14 von den Beben am stärksten betroffenen Distrikten gewährleisten. Dies beinhaltet Bauvorgaben für Schulgebäude und Klassenräume bis hin zu Türen und Fenstern:

Jeder Aspekt wird genau geregelt um Sicherheit im Schulbau zu schaffen
Ein Musterbeispiel für den Bau einer Schule

 

Wichtige Überlegungen umfassen zudem die neu vorgesehene Größe von Schulen und Klassen, den Zugang zu den Gebäuden, Kinderbetreuungseinrichtungen, die Errichtung von Bibliotheken, Labors und Sanitäreinrichtungen, sowie Räumlichkeiten der Schulverwaltung.

Des Weiteren werden auch Vorgaben für den Standort, den Bauplan, die Auswahl von geeignetem Baumaterial und Bautechnologien, die Berücksichtigung von Umweltbelangen und die Widerstandsfähigkeit und Vorsorge gegenüber Naturgefahren gemacht.

Die empfohlenen Baumaterialien:


Bild-Doku zum Trinkwasser-Aufbau in Waku und Deusa


Frisches Wasser direkt aus dem Wasserhahn. Was für uns selbstverständlich ist, setzt in den Bergdörfern Nepals harte Arbeit voraus. Zahlreiche Trinkwassersysteme wurden durch die Beben zerstört und im Herbst von der Bevölkerung mühsehlig wieder aufgebaut.

Erfahren Sie mehr! Unsere Bild-Doku zum Bau der Trinkwasser-Systeme in Waku und Deusa:

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Wiederaufbau Wasserversorgung in Waku - in Kooperation mit Samariterbund Österreich


Gemeinsam mit dem Samariterbund Österreich konnte der Wiederaufbau der Wasserversorgung in Waku unterstützt werden. Denn die Erdbeben im April und Mai 2015 haben leider auch viele Trinkwassersysteme stark beschädigt. Im Rahmen dieser Kooperation wurden neun Trinkwassersysteme repariert, damit in Kürze wieder 214 Bergbauernfamilien mit sauberem Trinkwasser versorgt werden können. Die letzten Baumaßnahmen finden in Kürze statt und werden von der von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit kofinanziert. In begleitenden Maßnahmen wurden zudem die lokalen Dorfgruppen, die für den selbstständigen Betrieb und Wartung der Trinkwassersysteme verantwortlich sind, gestärkt.

>>Samariterbund Österreich


Der Wiederaufbau läuft auf Hochtouren


In den vergangenen Monaten konnten wir dank Ihrer Spende in Abstimmung mit den Regierungsplänen, in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation EcoHimal Nepal und den lokalen Dorfgemeinschaften unserer Projektgemeinden eine Strategie für den Wiederaufbau entwickeln und Teile davon bereits umsetzen.

Seit 2013 arbeiten wir sehr eng mit den Menschen aus Deusa und Waku zusammen - beides Gemeinden, die besonders schwer von den Erdbeben vom April bzw. Mai 2015 betroffen waren. Deusa und Waku liegen ca. 250 km östlich von Kathmandu mitten in den Bergen im Distrikt Solukhumbu - einer jener 17 Distrikte, die von der nepalesischen Regierung als "hit with heavy losses" eingestuft wurden. 584 Wohnhäuser wurden durch das Erdbeben komplett, 860 Wohnhäuser teilweise zerstört. Alle Schulen und eine große Zahl der Trinkwassersysteme sind schwer beschädigt, drei Siedlungen massiv durch Hangrutschungen gefährdet.

Dank Ihrer Spende konnten wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort mit den Arbeiten zum Wiederaufbau rasch beginnen.

Bis September 2017 sollen unsere Maßnahmen abgeschlossen sein.


Die Fortschritte des Bhandarkhal Gardens


Der Bhandarkhal Garden bietet den Nepalesen im Kathmandu Valley nicht nur einen Erholungsplatz, sondern insbesondere auch eine wertvolle Wasserquelle. Was sich rund um die Wasser-Architektur und den Garten in den letzten Jahren getan hat und wie die Erdbeben auch hier ordentlich ihr Contra gaben, lässt sich anhand dieses Bild-Berichtes eindrucksvoll erfahren. >weiterlesen


Bereits abschließen konnten wir:


Mit der Wellblech-Verteilung konnten wir sehr schnell nach den Beben im Mai beginnen. Diese wichtige Soforthilfe-Maßnahme haben wir im Juli erfolgreich abgeschlossen:

561 Bündel verzinktes Wellblech wurden an Familien in Deusa und Waku verteilt, die zunächst für Notunterkünfte verwendet wurden und nun beim Wiederaufbau eingesetzt werden.

Organisierte Wellblech-Verteilung in Waku.
Bis die Häuser wieder bezugsfertig sind, werden wie hier in Deusa Notunterkünfte aus Wellblech eingesetzt.

Momentan in der Umsetzung oder in Vorbereitung:


Information und Bewusstseinsförderung durch Radioprogramm "Hatemalo":

In Zusammenarbeit mit zwei lokalen Radiostationen und dem Netzwerk der Community-Radios in Nepal ACORAB wird seit Mai 2015 das Programm "Hatelmalo" in den Gemeinden Deusa und Waku bzw. auch überregional ausgestrahlt. Damit kann auch die Bevölkerung entlegenerer Gebiete wöchentlich über Regierungsprogramme, das Verhalten bei Erdbeben oder Hygienemaßnahmen und Vorgaben für den Wiederaufbau informiert werden.

Ausbildung von Handwerkern für den Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur:

In unseren sowohl ehemaligen als auch aktuellen Projektgebieten in Deusa, Waku und in weiteren Nachbargemeinden im Distrikt Kothang erhalten ab sofort jeweils 30 Männer ein 3-monatiges Training für Zimmerer- und Maurerarbeiten.

Cash-for-Work und Food-for-Work Programme:

Familien, deren Eigenheim durch die Beben komplett zerstört wurde, erhalten finanzielle Unterstützung oder Unterstützung in Form von Nahrungsmittel und Saatgut für den Abbruch ihrer Wohnhäuser. Damit soll auch verhindert werden, dass die Bewohner in ihre einsturzgefährdeten Häuser zurückkehren, was sehr gefährlich wäre.

Entwicklung eines Katastrophenvorsorgeplans für Waku:

Drei Siedlungen in Waku sind von gefährlichen Hangrutschen gefährdet. Mit Unterstützung externer Konsulenten wird ein Katastrophenvorsorgeplan ausgearbeitet und implementiert.

Wiederaufbau der Trinkwassersysteme:

Dank unserer Handwerkertrainings sowie dem Aufbau eigener Komitees in den letzten Jahren ist das Know-How in diesem Bereich bei der Bevölkerung bereits vorhanden. Das Projektteam von EcoHimal unterstützt die betroffenen Familien und Dorfgemeinschaften beim Wiederaufbau.

Wiederaufbau von Schulen:

Der Wiederaufbau wird mit Ende des Monsums im Herbst 2015 starten. Bis zur Fertigstellung der neuen Schulen findet der Unterricht in Temporary Learning Centres statt:

Alle Schulen in Deusa und Waku wurden durch die Erdbeben zum Teil schwer beschädigt.
Bis die Schulen wieder aufgebaut sind, findet der Unterricht in Temporary Learning Centers statt.

Helfen Sie uns bitte auch weiterhin zu helfen!


Dank Ihrer Hilfe konnte schon vieles erreicht und in die Wege geleitet werden. Trotzdem benötigen die Menschen in Nepal auch weiterhin dringend Ihre Unterstützung:

Bitte helfen Sie auch weiterhin!

Hier finden Sie alle Informationen zu den unterschiedlichen Spende-Möglichkeiten.

Spenden direkt über eines unserer Spendenkonten (ÖKOHIMAL Gesellschaft Austria, 5020 Salzburg):
Salzburger Sparkasse IBAN: AT64 2040 4015 0015 3569; BIC: SBGSAT2S
oder Hypo Salzburg IBAN: AT73 5500 0102 0002 9349; BIC: SLHYAT2S

Kontakt


EcoHimal Austria Gesellschaft für Zusammenarbeit Alpen-Himalaya
Hofhaymer Allee 11/17
5020 Salzburg
E-Mail: office@ecohimal.org
T: +43 662 829492
ZVR Zahl: 886266575

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